26./27.10.2007 digitalanalog

Für Freunde anspruchsvoller oder wenigstens im weitesten Sinne interessanter Wochenendgestaltung gibt es am 26./27.10.2007 einen Pflichttermin: das digitalanalog im Gasteig in München. Das sollte man sich dringendst zu Gemüte führen, nicht nur um später seinen Enkeln davon erzählen zu können. Obwohl die oben verlinkte Seite gerade nur so vor Information strotzt, hier mal kurz ein Überblick mit Quellenverweis auf die Veranstalter themselves:

“Die Idee des elektronischen Festivals ist gedacht für ein Publikum aller Altersschichten und Szenen. Der freie Eintritt zum digitalanalog erleichert es interessiertem Publikum, Neuland zu betreten. Digitalanalog, gedacht als Werksschau etablierter und nicht-etablierter Musiker, Autoren und Videoünstler, möchte verstärkt zwischen verwandten Sparten der E-Musik und der elektronischen Musik eine Brücke schlagen und Berührungspunkte aufdecken. Video- und Lichtinstallationen zusammen sollen zu einer raumübergreifenden Gesamtkomposition konzipiert werden. Jeder Abend beginnt mit einer Lesung. Danach beginnen die Aufführungen und Live-Konzerte, begleitet und interpretiert von Videojockeys. Komposition der neuen Musik treffen mit gleicher Gewichtung auf die kreativen Ergebnisse innovativer Elektroniklabels, Videokünstlern und Autoren. Der hohe Anteil einheimischer Künstler zeigt: München ist lebendiger als man denkt.”

Es gibt übrigens jede Menge weiterer Gründe, völlig außerhalb jeglichem Interesse an außergewöhnlichen Audioperformances, flashigen Licht- und Videoinstallationen und spannender Lesungen. Man könnte sich beispielsweise im Klo verschanzen und Fang-den-Hut spielen, oder versuchen eine Sammlung mit Karnevalsklamotten in den Gasteig zu schmuggeln und ein Kostümfest als Gegenveranstaltung durchziehen, optional mit leichter Tendenz ins politische (Freunde beim Tierschutzverein?). Man könnte auch versuchen Änderungen am Raumdesign vorzunehmen, dazu ein Tipp: je dezenter desto höher die Wahrscheinlichkeit auf wenigstens kurzfristige Erfolge. Wem das alles irgendwie zu abgehoben ist, dem bleibt immerhin der absolut legendäre All-Time-Classic: sich grundlos aber dafür ordentlich an der Bar volllaufen zu lassen (zusätzliche Features: agressives Stenkern, Grölen und Grunzen, usw.).

Für alle ganz anders anspruchsvollen und geduldigen Leser, hier am Boden des Eintrags ein phänomenaler Geheimtipp: die Subbavaria-Lesung. Für die visuellen Umsetzung der Lesung ist kon.txt zuständig, zudem gibts eine ganz besondere Premiere: Aloa Input (das sind wir, verrückt oder?) machen Musik dazu. Danach tauchen wir zufällig und völlig unvermittelt um circa genau 1:00 im Foyer auf und sind wieder L’egojazz. Versprochen.

date: 23. October 2007 / category: Administrator / commentsfeed: RSS 2.0

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