Es ist seit längerer Zeit amtlich: L’egojazz verlässt Bayern, jedoch nur bis auf weiteres. Wir dachten wir lägen damit ganz gut im Trend. Seehofer verlässt ja seine Freundin, Mehmet verlässt die Bayern, Schäuble verlassen alle guten Geister, fortuna verlässt die Börse, Kurt Beck verlässt die Geduld, undsoweiter. Aber (ver)lassen wir das.
Wir machen uns jedenfalls momentan auf den Weg nach Frankfurt, umweltfreundlich wie wir aussehen mit dem Fahhrad aus receyceltem Papier. Endstation wird seltsamerweise garnicht Frankfurt sein, sondern Hofheim, genauer gesagt das Festivalgelände vom Sommerschein, eine unsichtbare Sonne auf dem Schoß blühender Landschaften, gebettet in Milch und Honig.
Die Bilder von den Vorjahren sehen sehr vielversprechend aus, aber hoffentlich verlässt uns am Samstag kurz vor 23:45 nicht der Mut. Hm. Bei der angenehm geräumigen Bühne könnte es außerdem schon mal passieren dass uns kurz die Orientierung verlässt. Aber doch bitte nicht am Bühnenrand, weil bei so Stürzen in Orchestergräben verlässt einen häufig das Bewusstsein. Wer diesen Quatsch noch weiter treibt verlässt die Grenzen des guten Geschmacks. (Die waren auch schon seit Anfang des Eintrags in Sichtweite.)
Eins verlässt uns jedenfalls nicht: die Muße. Darauf kann man sich getrost verlassen. Den Grund verraten wir nicht.






